Roland Leitmeyer

Über Roland Leitmeyer

happy being alive and maybe to meet YOU.

Group of all leaders

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Ein Hauptcharakteristikum einer wirklichen Gemeinschaft ist die totale Dezentralisierung von Autorität. Scott Peck nennt diesen Zustand „fließende Führung“. Jede/r ist gleichermaßen in der Leitung, was bedeutet, dass der Geist der Gemeinschaft das leitende Element ist. Dazu braucht es Mut, Kontrolle abzugeben und tief in uns verankerte, hierarchische Muster aufzugeben. Hat eine Gruppe diesen Zustand erreicht, wird die Arbeit der Facilitators mehr und mehr überflüssig. Der Geist der Gemeinschaft, einmal erfahren, kann dann immer wieder die Group of all Leaders initiieren.

Spielregeln im Tempelhof

Gemeinsame Spielregeln für die Umsetzung unserer Vision und Werte
Diese gemeinsame Übereinkunft beschreibt, in welcher Grundhaltung wir auf
dem Tempelhof miteinander umgehen wollen. Es ist ein lebendiges Dokument
und zeigt einen Weg auf, uns selbst, die Gemeinschaft und die Welt zu
verändern und zu transformieren.

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1. Persönliche Entwicklung: Ich trage zur Erweiterung des menschlichen
Bewusstseins, einschließlich meines eigenen Bewusstseins bei und gebe
mein Bestes alle persönlichen Einstellungen oder Verhaltensmuster, die
diesem Ziel nicht dienen, zu erkennen und zu verändern.

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2. Kommunikationskultur: Ich kommuniziere direkt, klar und ehrlich
durch offenes Zuhören, aufrichtiges Antworten, liebende Akzeptanz und
Geradlinigkeit. In der Öffentlichkeit und im Privaten verleumde oder
erniedrige ich niemanden. Bei Konflikten rede ich mit den Menschen
direkt. Ich bin bereit, andere um Unterstützung und Klärung zu bitten.
Über andere Menschen spreche ich so, wie ich mit ihnen auch direkt
spreche.

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3. Besinnung: Ich erkenne an, dass alles was ich außerhalb meiner selbst
wahrnehme – jegliche Kritik, Irritationen oder Anerkennung – Reflexionen
dessen sein können, was in mir vorgeht. Ich bin bereit, zuerst in mein
Inneres zu blicken, bevor ich mich mit anderen darüber
auseinandersetze.

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4. Verantwortlichkeit: Ich übernehme die Verantwortung für meine
Handlungen und Nicht-Handlungen. Ich höre konstruktiver Kritik zu, gebe
anderen wohlwollende Feedbacks in angemessener Form, fördere und
unterstütze sie in ihrer Entwicklung.

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5. Gewaltlosigkeit: Ich erkenne die Einstellungen und Wünsche Anderer
an und übe weder Zwang noch Druck aus, diese zu ändern. Ich schreite
ein oder spreche es zumindest an, wenn ich den Eindruck habe, dass mir
oder anderen gegenüber in der Gemeinschaft missbräuchlich agiert
und/oder die Würde des Einzelnen angetastet wird.
6. Perspektive: Ich übernehme die Verantwortung, meine persönlichen
Angelegenheiten zum Wohle und gerne auch mit Hilfe der Gemeinschaft
aufzuarbeiten. Ich löse alle persönlichen und geschäftlichen Konflikte
sobald wie möglich. Ich erkenne an, dass es eine weitere Perspektive als
meine eigene und es Fragen von größerer Tragweite geben kann, als die,
die mich unmittelbar beschäftigen.

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7. Zusammenarbeit: Ich erkenne an, dass ich in einer Gemeinschaft lebe
und dass diese nur durch meine Mitarbeit, meine Fähigkeit zur
Kommunikation und zur Teamarbeit funktioniert. Ich artikuliere meine
Entscheidungen klar. Ich kommuniziere mit den Menschen, die von
meinen Handlungen und Entscheidungen betroffen sind und höre ihre
Ansichten mit Sorgfalt und Respekt an. Ich akzeptiere, dass andere
Entscheidungen treffen können, die mich betreffen und respektiere die
Sorgfalt, Integrität und die Weisheit, die andere in ihren
Entscheidungsprozess mit einfließen lassen.

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8. Konfliktlösung: Ich unternehme jegliche Anstrengungen um
Streitigkeiten zu lösen. Zu jedem Zeitpunkt bei einem Streitfall kann ich
einen Beistand, Freund, unabhängigen Beobachter oder Mediator
hinzuziehen, damit dieser der Angelegenheit beiwohnt. Im Falle, dass ein
Streit ungelöst fortdauert, kann ich um einen Schlichtungsprozess bitten.
Ich erkläre mich bereit, diesen Prozess anzuerkennen.

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9. Verbindlichkeit: Ich halte Vereinbarungen, die ich getroffen habe ein,
breche keine Gesetze oder Spielregeln und versuche nicht, diese zu
umgehen; ich verpflichte mich, mit allen Mitgliedern ehrlich umzugehen
und alle vereinbarten Kosten und Gebühren zu begleichen.
10. Generationenbewusstsein: Ich gehe nachhaltig mit Ressourcen um.
Über mein eigenes Leben hinaus soll der Tempelhof ein wertvoller
Lebensraum sein. Ich habe ein offenes Herz und ein aufmerksames Ohr
für Menschen aller Altersstufen und gehe respektvoll mit ihren Anliegen
um.

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11. Commitment: Ich stehe dafür ein, den hier formulierten Geist unseres
Zusammenlebens in meinen Handlungen umzusetzen, ihn mit all meiner
Herzenskraft zu nähren und immer wieder aufs Neue zu beleben.
– Gemeinschaft Tempelhof, Rautage 2013 –

Liebe bedeutet heute für mich

alles auszuschalten, was Lärm bedeutet und meinen Geist beschäftigt.
loslassen von jeder Art Gedanken.
meine Seele erneuern und erfrischen – einfach nur Stille und da sein.
spüren, was dann kommt, es zulassen.
den Schmerz, die Traurigkeit, das Durcheinander erfahren.
Liebe heißt heute lassen für mich.

Gute Nachrichten Rundschau

GuteNR No.1 - Ostern ´15_1
Liebe Freunde,
neulich begegnete ich das erste Mal Andrea in meinem bevorzugten Bio-Laden und wir haben uns gleich so gut verstanden, dass wir direkt beschlossen haben die Gute Nachrichten Rundschau ins leben zu rufen.
Wo stellen Menschen was Gutes auf die Beine, setzen ihre Ideen um, sind einfach kreativ oder erleben eine nette Geschichte im Alltag. darum geht´s.
GuteNR No.1 - Ostern ´15_2

Hier nun also die erste Ausgabe:
Ihr könnt sie einfach runterladen (Rechtsklick, dann speichern unter öä)
( Ihr könnt auch auf das jeweilge Bild klicken und dann Rechtsklick.. ):

GuteNR No.1 – Ostern ´15

acht Tage im Zegg – eine persönliche Erfahrung

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Als erstes fällt mir die Hand-oben-Vereinbarung ein, d.h. sobald in den workshops die Gespräch untereinander ausuferten und der/die Vortragende mit dieser Geste um Gehör und Aufmerksamkeit bat, verstummten alsbald die Stimmen und Gelächter ( auch wenn die Stimmung meist augeheitert, gelöst und sicher weithehend angenehm war ) und alle hatten die Hand in der Luft. – praktisch und einfach in der Umsetzung.

Weiterhin auffällig und bereichernd erschien auch das Format unserer Gemeinschaftswerkstatt: open space.
So konnten verschiedenste Leute – Alteingesessene oder sonstwie Erfahrene als auch einfach Interessierte und NORMAL-Bürger – ein Thema einbringen bzw. anbieten, als workshop oder eher als Vortrag und hatten dafür meist ca. 90 Minuten Zeit. – sinnig, um die vielfältigen Thamatiken und Sachgebiete abzudecken ( –> siehe Protokolle)