Der Weg ist das Ziel – die Alchemie des Lebens

– Ein Weg der Wechselwirkung des Individuums mit dem Ganzen.

Für mich bedeutet Gemeinschaft nicht nur das Zusammenleben mit anderen, gleichgesinnten Menschen, sondern auch das Zusammenleben und Zusammenwirken mit ALLEM WAS IST. Mit den Wesen der Natur und der geistigen Welt. Ihnen bewusst einen Platz in meinem Leben zu geben.

Der Weg. Er beginnt mit einer Sehnsucht, die wir tief in uns spüren. Die Sehnsucht macht uns aufmerksam auf das, was tief in unserem Herzen wohnt, bringt unsere Herzenswünsche ans Licht.  Manchmal spüren wir einen Stich in unserem  Herzen, einen Schmerz,  weil wir mit dem, was die Sehnsucht uns zeigt, noch nicht vereint sind. Der Stich, ist der Motor, der uns auf die Reise schickt, indem wir unsere Herzenswünsche zu einem Ziel machen, das wir erreichen wollen. Dann kommen die Impulse, die das Feuer, das in uns erwacht ist, zu Taten werden lassen. Wir machen uns auf den Weg.

Was bringt uns der Weg? Der Weg macht uns reicher.  Er bringt uns Erfahrungen, Weisheit, Wachstum. Ein Stück Ganzheit, Vollkommenheit. Wie erreichen wir das Ziel? Wir folgen den inneren Impulsen, dem inneren Feuer, unserer inneren Führung und setzen sie um. Damit begeben wir uns in Er – fahrung. Wir erfahren etwas über uns, unser Ziel und den Weg. Manche Ziele sind schnell erreicht, manche dauern eine Ewigkeit. Besonders wenn es große Ziele sind, die mit dem Leben unseres Potentials und unseres Selbst verbunden sind, kann es Jahre dauern bis wir das gelobte Land erreichen. Oftmals zeigen sich zuerst die Blockaden, die wir in unserer inneren Landkarte haben. Stein  für Stein heben wir auf und ebnen den Weg. Geröll und manchmal ganze Lawinen stellen sich in unseren Weg und wollen bearbeitet werden. Geduld und Ausdauer sind oftmals die ersten Tugenden, die von uns gefordert werden. Korrektur.  Und dann ist es wieder unsere innere Flamme, our Sacred Flame, die uns durchhalten lässt. Sie bewirkt, dass wir aufstehen und uns wieder in den Fluss des Lebens begeben, wenn wir gefallen sind. Und wir sind auf diesem Weg NIE allein. Mit jedem Schritt gehen wir auch einen Schritt auf dem Weg unserer Ahnen, und unserer Seelenfamilie, und unserer Sternenlinie. Unsere Lehrer, unsere Geist – und Seelenführer, unsere Krafttiere, unser Sonnenengel und unsere Ahnen sind mit uns auf dem Weg. Und natürlich auch die Kräfte, die wir rufen und mit denen wir uns zu diesem speziellen Ziel verbinden: die Engel, die Elemente, die Elementarwesen, Kräfte des Himmels und der Erde.
ALLES steht uns auf dem Weg der Erfüllung unserer Herzenswünsche zur Verfügung. Unsere Herzenswünsche kommen aus unserer inneren Wahrheit, die immer verbunden ist mit ALLEM was ist. Wir sind immer ALLES. Das ALL ist es, was uns die Er – Füllung – Fülle ermöglicht. Das ALLES ist es, was das SPEZIELLE, der Funke, der wir sind, zur Ver – Wirklichung bringt.

 

Und dann – endlich die Vollendung. Das gelobte Land, das Ziel ist erreicht. Es fließt Milch und Honig.  Wir erleben Genuss und große Freude.  Erfüllung – Fülle. Wir sind in Frieden, wir genießen. Wir sind satt. Dankbarkeit über die Schöpfung. Und wir geben all denen, die uns begleitet haben Anerkennung und Dank.  Der Schöpfungsakt ist ein Akt des Austauschs. Keine Manifestation ohne die Wirkung der Elementarwesen. Ohne die Elementarwelt können wir weder atmen noch etwas essen. Niemand erreicht sein Ziel nur durch sich selbst, sondern immer in Verbundenheit. Wir sind mit unserem Bewusstsein immer mit dem Bewusstsein aller anderen verbunden. Unsere Eingebungen, die Lösungen für unsere Herausforderungen kommen aus unserem Bewusstsein, aus der Einheit mit ALLEM was IST. Und die Engel sind die Botschafter, die Beschützer in diesem Prozess.

Nach der Vollendung und der Zeit der Ernte kommt die Kraft der Zerstörung. Ein erneuter Wandel. Zuweilen spüren wir selbst, dass der Status quo uns zu eng geworden ist.  Wir erleben uns als statisch.  Wir spüren die Trägheit und dass es Zeit ist, neuen Ufern entgegen zu gehen. Es kommt wieder eine Zeit der Bewegung.

Manchmal kommt die Zerstörung als Sturm und reißt uns etwas weg. Wir erleben Verlust.  Sie schickt uns in einen neuen Prozess der Selbst – Findung. Sie nimmt aber immer nur das, was nicht mehr zu uns gehört.  Oftmals erkennen wir dies erst nach einer ganzen Weile, wenn die neue Wahrheit und die neue Erfüllung, die an die Stelle des Verlorenen in Er – Scheinung getreten sind. Manchmal waren wir noch nicht satt: Dann kann uns die Zerstörung zeigen, was uns im Weg steht, ganz satt zu sein. Aber auch in diesem Fall nimmt sie nur etwas, was nicht mehr zu uns gehört.

Tod ist Wandel. Tod ist das Leben selbst. Tod ist immer eine Geburt in einen neuen Zustand. Stillstand ist der eigentliche Tod.

Das was bei uns geblieben ist, ist unser Fundament. Manchmal bleiben Menschen, Dinge ein ganzes Leben lang bei uns. Manchmal nur für einen Moment.

Durch die Veränderung entstehen neue Ziele, neue Erfahrungen auf dem Weg, neue Er – Füllung und neuer Wandel, neue Weisheiten, Ganzheit. Und dann werden wieder  Sehnsüchte in uns wach und wir beginnen die Schöpfung aufs Neue. Besinnung, Kreativität, Erschaffen, Manifestation, Wandel. Wir sind immer auf dem Weg. Egal , wo wir uns befinden, aufwärts , abwärts, auf dem Kopf . Wir sind immer irgendwo an einem Punkt auf dem Weg. Wir Menschen haben den freien Willen. Wir können stoppen, rückwärts  gehen, uns verstecken, uns verleugnen,  nach vorne preschen und über das Ziel hinaus schießen. Egal. Wir sind  immer auf dem Weg. Denn es geht um die Erfahrung und nicht um das Ziel. Der Weg selbst ist das Ziel.

Das gilt für Individuen, das gilt für Gemeinschaften, Gesellschaften und Gesellschaftsformen und für Kulturen. Kulturen sind immer im Wandel. Wandel ist ein zentrales Kriterium von Kultur. Kultur ist ein Adaptationsmechanismus an die Umgebung. Wenn sich Faktoren in den äußeren Bedingungen einer Kultur ändern, hat das Auswirkungen auf alle Merkmale der Kultur. Viele uns bekannte Hochkulturen hatten eine Blütezeit und danach eine aggressive postklassische Phase. Der Zerfall der Hochkultur ist Verlust und Weiterentwicklung zugleich. Weiterentwicklung in einen Zustand, der besser zu den ökologischen äußeren Bedingungen passt. Und immer bildet die Kultur den Rahmen für die jeweilige Erfahrung des Individuums. Die Erfahrungen verändern sich, die Individuen verändern sich, die Kultur verändert sich.

 

Stirb und Werde, Löse und Verbinde –  das ist die Alchemie unseres Lebens –

Wandel. Lebendigkeit. Die Natur lehrt uns die Kreisläufe ein jedes Jahr.

Der Weg ist eigentlich eine Spirale. Gleichzeitig Kreis und Linie. Zyklen und  Auf – oder Abwärtsbewegung. Die Spirale. Im  ewigen Kreislauf von Frühling, Sommer, Herbst und Winter im Wechselspiel mit den Kreisläufen von Sonne und Mond und den Planeten können wir das ablesen, was auch in uns geschieht. In unseren inneren Bewusstseinsprozessen und Manifestationsprozessen.

Wir tragen den ganzen Kosmos in uns.  Wie Innen so Außen – wie Oben so Untenwie im Großen so im Kleinen.

Die Sonne mit ihrer lebensspendenden Kraft wird in jedem Jahr neu geboren und beginnt dann ihre Reise durchs Jahr. Ihr Einfluss wächst bis zum ihrem Höhepunkt im Sommer und dann wird sie immer weniger bis sie in der dunkelsten Nacht stirbt und gleichzeitig neu geboren wird. Der alte König ist tot. Es lebe der neue König.

Die Mondin wird alle 28 Tage neu geboren, wächst heran bis zur Fülle, nimmt ab, stirbt für drei Tage und wird als Neumond wiedergeboren. In jedem Monat unter dem Einfluss der jeweils herrschenden Planeten.

Das Rad der Jahreszeiten: der Winter steht für Ruhe und Be – Sinnung, und die All – Macht; der Frühling für Werden und Auferstehen; der Sommer für Fülle, Ernte, Feiern; der Herbst für Loslassen, Zerstörung und Tod.
Und nochmals: Wir sind auf unserem Weg nie allein und wir sind immer auf dem Weg. Wir sind immer in Gemeinschaft.

Ein Gedanke zu „Der Weg ist das Ziel – die Alchemie des Lebens

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